Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Risikomanagement: Transformation zur Führungsaufgabe

Facility Management: Risiko- & Notfallmanagement » Geschäftsprozess » Konzept der Transformation

Vom Pflichtprozess zum Führungsinstrument der Resilienz

Vom Pflichtprozess zum Führungsinstrument der Resilienz

In einer Welt wachsender Unsicherheiten, komplexer Abhängigkeiten und regulatorischer Anforderungen ist Risikomanagement längst mehr als eine Pflichtaufgabe. Es entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Steuerungsinstrument, das Resilienz, Effizienz und Verantwortlichkeit im Unternehmen sichert. Das Konzept der Transformation im Risikomanagement beschreibt den Wandel von einem reaktiven, dokumentationsgetriebenen System hin zu einer integrierten, präventiven, datenbasierten und unternehmensweiten Führungsaufgabe. Ein transformiertes Risikomanagement bedeutet: Risiken werden nicht nur verwaltet, sondern vorausschauend gesteuert – eingebettet in die Geschäftsprozesse, strategisch priorisiert und digital unterstützt. Das verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Kultur und Verantwortung im Unternehmen. Unternehmen sollten den Transformationsprozess strukturiert planen – mit einem klaren Zielbild, definierten Handlungsfeldern, geeigneten Methoden und digitalen Werkzeugen. Das Facility Management ist als betriebsnaher Realisierer hierbei ein zentraler Akteur.

Transformation im Risikomanagement strategisch gestalten

Treiber der Transformation

  • Neue regulatorische Anforderungen (z. B. ESG, Lieferkettensorgfaltspflicht, ISO 31000, PrüfVO)

  • Komplexere Risiken durch Digitalisierung, Cyber-Bedrohungen, technische Systeme

  • Höhere Erwartung an Transparenz und Rechenschaft durch Stakeholder, Investoren, Versicherer

  • Notwendigkeit organisationaler Resilienz angesichts von Klimarisiken, Pandemien, geopolitischen Krisen

  • Digitalisierung als Hebel für Steuerung, Simulation und Automatisierung

Zielbild eines transformierten Risikomanagements

  • Integriert in Strategie, Planung und operative Prozesse

  • Digital unterstützt durch Risikomanagementtools, Dashboards, Schnittstellen

  • Vorausschauend durch Frühwarnsysteme, Szenarien, Simulationen

  • Verantwortlich gelebt durch dezentrale Risikoeigner:innen in allen Bereichen

  • Wertschöpfend durch Risiko-Chancen-Bewertungen, Absicherungsstrategien und Informationsvorsprung

Analyse & Reifegradbewertung

  • Wo steht das aktuelle Risikomanagement?

  • Welche Lücken bestehen in Prozessen, Tools, Kultur und Kommunikation?

  • Welche Normen, Pflichten und internen Anforderungen gelten?

Zieldefinition und Strategieentwicklung

  • Festlegen eines Zielbilds 2–5 Jahre im Voraus

  • Formulierung von Leitlinien (z. B. „Risiken als Führungsaufgabe verstehen“)

  • Entwicklung eines Transformationsfahrplans in Etappen

Organisationsentwicklung & Governance

  • Klare Rollen: Risikoeigner:innen, Koordinationsstelle, Lenkungskreis

  • Verankerung in Regelwerken, Richtlinien, Schulungsplänen

  • Reportingstrukturen, Eskalationswege, Prüfpflichten

Methoden & Prozesse

  • Einführung oder Anpassung von Risikoidentifikation, -bewertung, -überwachung

  • Integration von Chancenmanagement und Szenarien

  • Verknüpfung mit BCM, ISMS, QMS, EnMS oder CAFM

Digitalisierung & Toolintegration

  • Auswahl und Einführung von Risikomanagement-Software

  • Integration in bestehende Systeme (ERP, CAFM, Compliance-Plattformen)

  • Aufbau von Dashboards, Frühwarnindikatoren und automatisierten Reports

Kulturelle Transformation

  • Risikomanagement als Teil der Führungs- und Unternehmenskultur etablieren

  • Mitarbeitende sensibilisieren, Risiken offen zu melden und aktiv zu managen

  • „Fehlerkultur“ stärken – aus Risiken lernen, statt sie zu vertuschen

  • Reaktionsfähigkeit (Resilienz) durch klare Szenarien und Trainings verbessern

Beispiele für Transformationsziele (SMART formuliert)

Zielbereich

Beispielziel

Transparenz

100 % prüfpflichtiger Risiken im CAFM-gestützten Risikoregister bis Q2/2025

Effizienz

Reduktion manueller Risikoberichte um 50 % durch Tool-Einführung bis Ende 2024

Integration

Verknüpfung Risikomanagement mit Projektmanagement-Tool bis Q1/2025

Schulung

100 % der FM-Führungskräfte geschult in Risikomanagementprozessen bis Q3/2025

Kultur

Mind. 1 Lessons Learned pro Quartal aus Risikofällen im Intranet veröffentlicht

Erfolgsfaktoren für die Umsetzung

  • Unterstützung durch Unternehmensleitung und aktive Steuerung

  • Klare Kommunikationsstrategie: „Warum wandeln wir unser Risikomanagement?“

  • Pilotprojekte für erste Erfolge (z. B. bei Standorterweiterung, Projektgeschäft, FM)

  • Einbindung interner Revision, Datenschutz, IT, Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit

  • Laufende Erfolgsmessung und Justierung